Design Glossar

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"Alleinstellungsmerkmal"

Das Alleinstellungsmerkmal wird im Design und im Marketing sowie in der Verkaufspsychologie als das herausragende Leistungsmerkmal bezeichnet, mit dem sich ein Produkt oder Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Diese Merkmale können funktional und/oder gestalterisch geprägt sein. In einer erfolgreichen Design- und Entwicklungsprozess entstehen dadurch veritable Kundenvorteile und Unternehmenswerte. Das Alleinstellungsmerkmal, auch unique selling proposition oder kurz USP sollte „verteidigungsfähig“, zielgruppenorientiert und wirtschaftlich sein sowie in Preis, Zeit und Qualität umgesetzt werden. Ein Alleinstellungsmerkmal bildet in Summe mit anderen Faktoren das Markenversprechen.


"Art déco (art décoratif, ‚dekorative Kunst‘)"

Art déco ist ein Stilbegriff der auf die Formgebung in diversen Gestaltungsbereichen, wie Möbel, Automobile, Mode, Architektur und Schmuck genutzt wird. Die Stilbezeichnung steht für eine internationale und französische Richtung im Design. Die Stilrichtung Art déco ist verbunden mit der Nachfolge des Jungenstils, es wurden allerlei verschiedene Merkmale davon übernommen. Die Stilrichtung ist eine Mischung aus dem Funktionalismus und dem blumigen/floralen/ornamentalen Jungenstils. Es werden meistens erstklassige und hochwertige Materialien, wie Ebenholz, Glas, Leder, Silber usw. dafür genutzt. Eleganz, Sinnlichkeit und Kostbarkeit sind Kennzeichen dafür und stehen im Vordergrund.

 


"Ästhetik"

Der Begriff der Ästhetik entstammt aus dem griechischen aísthēsis „Wahrnehmung“, „Empfindung“ und war bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von der wahrnehmbaren Schönheit. Diese Lehre bezog sich überwiegend auf die Gesetzmäßigkeiten und die Harmonie in der Natur und der Kunst. Umgangssprachlich wird der Ausdruck ästhetisch heute meist als Synonym für schön, geschmackvoll oder attraktiv verwendet. In der Wissenschaft bezeichnet der Begriff die Summe von Eigenschaften, die darüber entscheiden, wie Menschen Gegenstände wahrnehmen.


"Benutzerführung"

System unterschiedlichster Hinweise in Form, Farbe und Grafik zur Vereinfachung des Bedienablaufes eines Produktes. Eine intelligente Benutzerführung basiert auf Erkentnissen der Wahrnehmungspsychologie, auf Benutzerbeobachtungen deren Auswertung und abgeleiteter Erkentnisse. Gute Benutzerführungen verbessern Handhabungskomfort und Sicherheit im Umgang mit einem Produkt.


"Bionik (auch Biomimikry, Biomimetik oder Biomimese)"

Immer mehr Architekten und Designer  versuchen sich an den Formen und Funktionen der Natur anzulehnen. In der Natur ist es so, dass der Beste und Stärkste überlegen ist, es ist ein Streben nach dem Optimum. Sie besteht aus optimierten Strukturen und Prozessen von denen der Mensch/Designer dazu lernen kann. Die Bionik beschäftigt sich damit die Phänomene der Natur auf die Technik zu übertragen. Sie versucht das Konzept einer vorhandenen Form zu verstehen und dieses umzusetzen. Ein ganz bekanntes Beispiel dafür ist Leonardo da Vincis Idee eine Flugmaschine zu entwickeln in Anlehnung an den Vogelflug. Die Bionik wird durch Verfahren, Konstruktionen und Entwicklungssystemen von biologischen Systemen geleitet. Designer versuchen somit intelligente Oberflächen und Produkte zu entwickeln, deren Material und Energie und Verbrauch Best möglichst optimiert ist.  


"Branding"

Synonym für Markenbildung und Markenumsetzung. Branding aus dem englischen "Brandzeichen setzen", bezeichnet die Übertragung einer Marke auf Produkte. Im Design versteht man unter Branding häufig nur die grafische Platzierung des Unternehmenslogos auf dem Produkt im Abgleich mit den unternehemnsspezifischen CI Richtlinien. Branding ist jedoch darüber hinaus auch der Aufbau und die Weiterentwicklung einer Marke.


"Design"

Unter dem Begriff Design versteht man die visuell emotionale, funktionale und haptische Ausbildung eines Produktes. Gutes Design orientiert sich am Menschen und seinen speziellen Bedürfnissen. Diese Bedürfnisse reichen von körperlichen und psychischen Bedürfnissen bis hin zu Anforderungen des menschlichen Verstands an die gegenständliche Umwelt. Design folgt dabei nicht allein selbst gesetzten Regeln und Intentionen, sondern muss sich vor allem mit den Interessen jener Gruppen oder Personen auseinandersetzen, denen das Design dienlich sein soll. Dadurch ist Design und sind die Entwürfe vor allem zweckorientiert. In der Designtheorie wurde dafür der Begriff der Funktionalität geprägt. Nicht zuletzt durch seine Zweckorientierung unterscheidet sich Design von der Kunst. Design ist die Kunst, Funktion mit Ästhetik und Emotionalität zu verbinden.


"Design Center"

Das Design Center Baden Württemberg ist das einzigste staatliche Designzentrum der Bundesrepublik. Ansässig im Haus der Wirtschaft in Stuttgart Mitte ist es wichtiger Bestandteil der Wirtschaftsförderung des Landes Baden Württemberg. Seine Aufgabe besteht darin, Designthemen in die Öffentlichkeit zu tragen und Orientierung zu geben, wenn es darum geht, durch konsequenten Einsatz professioneller Gestaltung Vorteile bei der Marktpositionierung von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen zu erreichen. Die Kooperation mit Verbänden, Industrie- und Handelskammern, Innovationszentren und vergleichbaren Institutionen spielt dabei häufig eine große Rolle.


"design to cost"

Ein spezieller Schwerpunkt der defortec Leistungen sind Designkonzepte für die wirtschaftliche Umsetzung neuer Produkte. Dieser spezielle Ansatz - design to cost - steht für intelligentes Design, das eine kostensparende Produktion und damit eine rasche Rentabilität der Designentwicklungskosten ermöglicht.


"Designbüro"

Ein Designbüro oder eine Designagentur ist ein Dienstleistungsunternehmen, das auf die Entwicklung von Corporate Design (eigenständiges Erscheinungsbild), der Markenentwicklung, dem Packungsdesign, dem Produktdesign (Form/Struktur/Funktion) oder dem Userinterfacedesign spezialisiert ist. Designbüros arbeiten in Entwicklungsaufträgen als Partner der jeweiligen internen Abteilungen des Auftraggebers.


"Designentwicklung"

Kernaufgaben einer erfolgreichen Designentwicklung sind für defortec die Emotionalisierung, Individualisierung und das Herausarbeiten markenspezifischer Produktmerkmale. Die Produkte unserer Kunden haben eine klare Formensprache und einen hohen Wiedererkennungswert.


"Designgesetz"

Das Designgesetz ist ein Gesetz über den rechtlichen Schutz von Design. Mit dem Designgesetz wurde 2013 das „Geschmacksmuster Gesetz“ abgelöst. Damit ist eine rechtliche Grundlage für den Schutz der Form von Produkten geschaffen. Designs werden damit bundesweit definiert und konkret geschützt. Damit wird ein eingetragenes, neues Design mit einer Eigenart geschützt. Das Designgesetzt beinhaltet deutliche strafrechtliche Sanktionen für Produktpiraten. Das Gesetz wird durch die Designverordnung zusätzlich ergänzt.


"Designkonzept"

In dieser wichtigen Bearbeitungsphase werden Produktvisionen entwickelt, logische neue Form- und Funktionskonzepte erarbeitet und über das Design die Emotionalisierung des Produktes erzeugt. Klare, unverwechselbare und zukunftsweisenden Strukturen, die Form, Material und Funktion verbinden, geben dem Produkt seinen zukünftigen einmaligen Charakter. Diese innovativen Designkonzepte werden detailliert ausgearbeitet, anhand von Varianten überprüft, sauber durchgearbeitet und im anschließenden Dialog mit dem Kunden zum fertigen Produkt entwickelt.


"Designpreise"

Ausgeschriebene Wettbewerbe die die Designqualität der eingereichten Produkte bewertet. Für diese Bewertungen werden Fachjurys zusammengestellt, die die Einreichungen sichten und hervorstechende Produkte auszeichnet. Diese Auszeichnungen können in Form von Logos für Marketingzwecke in der Produktvermarktung verwendet werden. Designpreise sind heutzutage überwiegend Kostenpflichtig.


"DMDK"

Der Deutsche Marken- und Designkongress, kurz DMDK ist ein international bedeutender Kongress der Designbranche und wird vom Rat für Formgebung veranstaltet.


"Dynamisches Design"

Das Wort dynamisch entstammt aus dem Griechischen dynamike=mächtig. Dynamisch ist eine Charakterisierung von Gegenständen, Räumen uns Menschen. Ein dynamisches Design strahlt Kraft aus. Dynamisch ist gebräuchlich auch als bewegt, lebendig und kraftvoll verwendet. Organisch geschwungene Linienführung zeichnet einen dynamischen Gegenstand aus. Oft wird das Dynamische design in der Automobilindustrie verwendet.


"Eingetragenes Design"

Das eingetragene Design ist ein gewerbliches Schutzrecht das Produkte mit einem neuen Design schützt. Somit wird das visuelle Kennzeichen in seiner Einzigartigkeit und der ästhetischen Erscheinungsform (wie Farbe/Gestalt und Form) geschützt. Es muss natürlich eine Neuheit sein und eine Eigenart besitzen, sonst kann es im Eintragungsverfahren vom Deutschen Patent – und Markenamt nicht nachgeprüft werden.


"Ergonomie"

Die Ergonomie ist die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher bzw. automatisierter Arbeit. Ziel der Ergonomie ist es, die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsablauf, die Anordnung der zu greifenden Gegenstände (Werkstück, Werkzeug, Halbzeug) räumlich und zeitlich optimiert anzuordnen sowie die Arbeitsgeräte für eine Aufgabe so zu optimieren, dass das Arbeitsergebnis (qualitativ und wirtschaftlich) optimal wird und die arbeitenden Menschen möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt werden, auch wenn sie die Arbeit über Jahre hinweg ausüben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Benutzerfreundlichkeit, also der Verbesserung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsorganisation.


"Focus Open"

Focus Open, der Internationale Designpreis Baden Württemberg wird jährlich vom Designcenter Baden Württemberg ausgeschrieben. Er ist ein staatlich geförderter Designpreis und ist durch seine nichtkommerzielle Ausrichtung eine Besonderheit, die auch kleinsten Unternehmen eine Teilnahme ermöglicht. Die Auszeichnungen „Focus Gold“, „Focus Silver“ und „Focus Special Mention“ sind für die Preisträger und Ausgezeichneten ein wirksames Instrument der Markenstärkung, sowohl in der Außenwirkung im Markt aber auch innerhalb der ausgezeichneten Unternehmen und Agenturen.


"Formensprache"

Gegenstände und Räume die bildliche Vergleiche in Ihrem Design wieder aufnehmen. Beispielsweise eine Lampe die gestaltet ist wie eine Blume. Das Designelement  „Formensprache“ orientiert sich an einem Bild. Der Gegenstand wird vom Grundkörper, den Linien, den Farben und er Form dem entsprechenden Bild angepasst.


"Funktionalismus"

Beim Funktionalismus steht das Design nicht im Vordergrund, sondern die bestimmte Funktion des Gegenstandes. Das Design ergibt somit aus der Funktionalität des Gegenstandes. Diese Funktion kann aus technischer, oder praktischer Sichtweise ergeben. Die Höhepunkte des Funktionalismus traten nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Ende der 70-Jahre in Erscheinung. Im Vordergrund steh dabei immer der Verwendungszweck und nicht die ästhetische Form. Die Gestaltung ist im Normalfall nüchtern, sachlich und gradlinig. Die technischen, funktionalen Aspekte werden gegenüber der (ästhetischen) Form betont.


"Graphical User Interface - GUI"

Als grafische Benutzeroberfläche oder auch grafische Benutzerschnittstelle (Abk. GUI von engl. Graphical User Interface) wird die Benutzerschnittstelle eines Computers über grafische Symbole bezeichnet. Sie ist eine Software-Komponente, die die Steuerung eines Computers durch Zeigegeräte wie eine Maus oder auch durch Fingerbewegungen direkt auf dem Schirm (Touchscreen) ermöglicht. Dadurch unterscheidet sich das Graphical User Interface als Bedienkonzept grundsätzlich von der Kommandozeilen-Interaktion mit einem Computer. Auch zeichenorientierte Benutzerschnittstellen ermöglichen eine nicht zeilenorientierte, d.h. den ganzen Bildschirm einbeziehende, Bedienung der Computerprogramme.


"Gute Form"

Der Begriff „Gute Form“ ist dafür da ein Design zu charakterisieren. Es wurde oft im Zusammenhang mit dem Funktionalismus gebracht. Eine „Gute Form“ kann Sicherheit, Ergonomie, Sachlichkeit, Nützlichkeit, Sparsamkeit und Lebensdauer ausdrücken. Der Begriff „Gute Form“ stammt von einem gleichnamigen Buch, von Max Bills (1957).


"Haptik"

Das Fühlen (Tasten), also die Haptik spielt beim Produkt Design eine große Rolle. Durch die Haptik werden emotionale Reize wach. Beispielsweise wirken glatte Oberflächen oftmals kalt und raue Oberflächen geben ein verletzendes Signal. Die Haptik ist ein sehr wichtiger Aspekt, Oberflächen und Verpackungen sollen sich für den Menschen angenehm und  vertraut anfühlen. Somit muss in einem erfolgreichen Produkt-Design die optische, akustische und haptische Wahrnehmung im Einklang sein. Das Haptik-Design ist ein Komplex aus verschiedenen haptischen Urteilsprozessen. Die fühlbaren Eigenschaften eines Produkts spricht sie Sinne der Kunden und Zielgruppe an.


"Human machine interface - HMI"

Abkürzung des englischen Begriffes für die Benutzerschnittstelle „Human Machine Interface“ wird auch „Mensch-Maschine-Schnittstelle“ (MMS) oder englisch „Man Machine Interface“ (MMI) genannt. Das HMI ermöglicht dem Anlagennutzer das Bedienen der Maschine, das definieren der Prozessparameter und das Beobachten der Anlagenzustände und Prozeßabläufe. Moderne HMI Systeme sind Softwarebasierende Systeme, die eine einfache intuitive Interaktion mit dem zu steuernden Produkt ermöglichen. siehe auch User Interface Design


"iF product design award"

Ein wichtiger internationaler Designpreis, der jährlich von iF International Forum Design GmbH veranstaltet wird. Seit 1954 finden diese Designausschreibungen statt, die sich mittlerweile zu einer Serie von sechs Wettbewerben in unterschiedlichen Kategorien entwickeln haben. So gibt es neben dem klassischen iF product design award folgende weitere Wettbewerbe:
iF communication design award, iF design award China, iF material award, iF brand award, iF concept award.
An den einzelnen Wettbewerben nahmen 2002 etwa 5000 Beiträge aus den Bereichen Kommunikation-, Industrie- und Produktdesign teil.


"Imitation (lat. imitatio = Nachahmung)"

Eine Imitation ist eine schlechte, weitgehende Nachbildung eines Gegenstandes/Originalproduktes. Die Imitation holt sich die Vorteile von dem echten Produkt, beispielsweise eine angesehene Marke, Werbung für das Produkt usw. Falls man es mit der Imitation auf eine Verwechslung des Originalproduktes abgesehen hat macht man sich strafbar. Der Begriff Imitation wird im Design oftmals im Kunstgewerbe und bei Möbeln verwendet. Bei imitierten Kunstgegenständen ist es vielfach der Fall, dass mit minderwertigen Materialien gearbeitet wird, oder gar eine industrielle Massenproduktion stattfindet. Es gibt außerdem eine Imitationsstrategie, das tritt auf sobald ein neues Produkt auf dem Markt kommt und andere Fabrikanten diese Produktidee übernehmen. Diese sind bekannt als die „Me-too-Produkte“.


"Industrial Design"

Industriedesign, ist die Gestaltung von Gegenständen die in der industriellen Massenproduktion hergestellt werden, es können aber auch industriell produzierte Kunsthandwerkprodukte sein. Die Spannweite ist sehr groß, es handelt sich um Produkte wie Kaffeemaschinen, Züge, Türklinken usw. Beim Industrial Design ist es ebenfalls wichtig Gesichtspunkte wie Funktionalität und Design zu vereinen. Bis ca. in den 70 er Jahren war der Funktionalismus ausschließlich die Design Art, bis dann das Industrial Design in den Vordergrund trat. Die Anforderungen waren nicht nur ökologisch, sozial und funktional, sondern auch ästhetischer Natur. Dieser Faktor von der optischen Gefälligkeit steigerte natürlich den Absatz von diversen Produkten.


"Industriedesign"

Industriedesign (Industrial Design) oder Produktdesign befasst sich mit dem Entwurf serieller gefertigter Produkte. Man unterscheidet im Industriedesign im wesentlichen zwei Bereiche: a) das Gestalten von Konsumgütern und b) das Gestalten von Investitionsgütern. Zu Konsumgütern gehören Möbel, Sanitärprodukte und elektronische Produkte, während sich das Investitionsgüterdesign auf Designentwicklungen von Produktionsanlagen, Medizin- und Laborgeräten, also mit Produkten für professionelle Anwendungen konzentriert. Der Designer arbeitet in diesen Projekten häufig in einem interdisziplinären Team, seine Aufgaben umfassen die Formfindung, die Markenentwicklung und die Optimierung der Funktion unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnissen einer Zielgruppe.

Der Industriedesigner ist, im Gegensatz zum Künstler nicht Gestalter von Unikaten, sondern von Produkten, die in einer seriellen Produktion hergestellt werden.


"Investitionsgüter + design"

Aus Sicht der Wirtschaftswissenschaft sind Investitionsgüter langlebige ökonomische Güter, die von Unternehmen zur Erstellung und Bearbeitung von Gütern angeschafft werden und buchhalterisch dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Die Gestaltung und Entwicklung von Investitionsgütern beschäftigt sich mit der Aufwertung, Optimierung und Emotionalisierung von Produktionsanlagen und weiteren Produktionshilfsmittel wie Prüfgeräten und Werkzeugen. Erfahen Sie mehr über das Investitionsgüter-Design und dessen fundamentalen Qualitätskriterien von Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ästhetik.


"Konsumgüter Design"

Im Konsumgüter Design muss sich das Produkt von allen anderen abheben damit es wahrgenommen wird. Die Designer einer Agentur  entwerfen für den Kunden Produkte des persönlichen und alltäglichen Gebrauchs die mit allen Sinnen entdeckt werden. Qualitativ hochwertige Materialien für eine angenehme Haptik, originelle und doch praktische Formen, leichte und intuitive Bedienbarkeit sorgen für einen hervorragenden Gesamteindruck. Gerade im B2C müssen sich die Produkte durch das Konsumgüter Design schlichtweg vom den Mitwettbewerbern abheben um als bessere Wahl wahrgenommen zu werden. Eine hohe Funktionalität gepaart mit Ergonomie, Design, Gewicht, Corporate Design der Marke und Töne/Klang sind daher unabdingbar für die Entwicklung von B2C Artikeln des täglichen Bedarfs als auch von Luxus-Artikeln.

Egal ob Sanitärobjekte, Küchenprodukte, Elektroartikel, Küchenhelfer oder auch Gartenzubehör, spezialiserte Designbüros und Agenturen wie defortec entwickeln die Produkte Zielgruppen-gerecht.  Das A und O der Individualität wird durch sowohl durch Kreativität als auch Erfahrungerreicht. Permanente Weiterbildungen und zukunftsorientiertes Arbeiten geben Sicherheit und Kompetenz um selbst als Designer für Konsumgüter immer auf der Höhe der Zeit agieren zu können. Erfahrene Agenturen achten dabei auf Sicherheit, emotionales Ansprechen, edle Materialien, eine hochwertige Verarbeitung, sowie auf dei Harmonie von Farben und Formen. Funktionalität, Verbesserungen sowie ein emotional-geifbarer Mehrwert runden Entwicklung von durchdachten Konsumgütern letzten Endes immer ab.


"Labortechnik Design"

Für die Konzeption und Entwicklung medizintechnischer Geräte und Labortechnik-Design im Allgemeinen müssen naturgemäß höchsten Anforderungen in Bezug auf Oberflächen, Hygiene oder auch EMV erfüllt werden. Erfahrene Entwicklungsbüros für Produktdesign und komplexer Investitionsgüter sorgen für innovative Lösungen für anspruchsvolle Anbieter von Medizin- und Labortechnik - weiterlesen.


"Maschinenbau"

Der Maschinenbau (Maschinenwesen) ist ein klassischer Zweig der Industrie und eine klassische Ingenieurdisziplin. Dieses Arbeitsgebiet enthält die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Maschinen. Als Industriezweig entstand der Maschinenbau aus dem Handwerk der Metallbearbeitung durch Schmiede und Schlosser, als Ingenieurdisziplin nach modernem Verständnis durch systematischen wissenschaftlichen Bezug auf die klassische Physik, insbesondere auf die klassische Mechanik.


"Maschinendesign"

Maschinendesign befasst sich mit dem Entwurf von Produktionsanlagen. Seine Aufgaben umfassen die Formfindung, die Markenentwicklung und die Optimierung der Funktion unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnissen einer Zielgruppe. Langlebige ökonomische Güter, die von Unternehmen zur Erstellung und Bearbeitung von Gütern angeschafft werden und buchhalterisch dem Anlagevermögen zugeordnet sind werden unter gestalterischen Gesichtspunkten beleuchtet und entwickelt. Dies umfasst die Aufwertung, Optimierung und Emotionalisierung von Produktionsanlagen und weiteren Produktionshilfsmittel wie Prüfgeräten und Werkzeugen.


"Minimal Art (engl., minimale Kunst)"

Das Design und die Kunst der Minimal Art wird durch industrielle Materialen, elementare Formen und serielle Anordnungen. Die Minimal Art lehnt sich an bestimmte Bereiche des Konstruktivismus, sowie der konkreten Kunst an. Im Design machen sich minimalistische Einflüsse beispielsweise innerhalb des sog. Minimalismus bemerkbar.


"Minimalismus"

Der Minimalismus findet sich in vielen Bereichen wieder unteranderen Kunst, Kultur und Design. Es beinhaltet eine Vereinfachung der Dinge. Die einheitliche Ästhetik und die Funktionalität stehen im Vordergrund. Populär wurde der Minimalismus in den 60er und 70er Jahren in den USA als Minimal Art. Im Design ist eine Reduzierung der Farben und Formen von minimalistischen Charakter. Es werden geometrische Primärformen eingesetzt, die Ausrichtung ist funktional, rational und kühl. In der Architektur wird mit einer glatten Oberflächengestaltung gearbeitet. Materialien wie Naturstein, Glas, Beton und Stahl werden dabei sehr gerne verwendet. Die modernen Gebäudeformen bestehen oftmals aus den einfachen geometrischen Grundformen und sehen damit sehr schlicht aus. Überflüssige Elemente werden einfach weggelassen dadurch wirkt das minimalistische Design sehr klar. Der Architekt und Designer Philippe Starck gehört zu den bekannten minimalistischen Vertretern.


"Organisches Design"

Das organische Design ist der Natur nachempfunden. In dieser Designform wird das Augenmerk auf die natürlichen Formen und Schwingungen gelegt. Große Aushöhlungen wie sie auch in der Natur vorkommen, geschwungene, stromförmige Linien und dynamische Rundungen sind ein Teil des organischen Designs. Im Gegensatz zu dem geometrischen Produktdesign, das sich sehr klar und sachlich präsentiert ist das organische Produktdesign wie die Natur voller Überraschungen. Die fließenden Formen inspiriert durch die Natur sind heute zutage aus der Design Welt nicht mehr wegzudenken. Es gibt klare Tendenzen zu dem organischen Design und viele Architekten und Produkt Designer sind sehr geprägt von dieser Design-Form (Beispiele hierfür sind: Philippe Starck, Luigi Colani, Ron Arad uvm.). Das harmonisch elegante Design sieht nicht nur schön aus sondern ist oftmals ergonomisch geformt. Mit hochwertigen Materialien passend zum Produkt ist das organische Design voll im Trend.


"Prototyp (griech. prototypos = Urbild)"

Der Prototyp ist eine Erstversion oder auch das Arbeitsmodell eines neuen Produktes, bevor dieses in die Serienproduktion geht. Es ist das erste gebrauchsfertige Exemplar des Produktes. Das Vorabexemplar dient für den Praxistest und noch nicht für den Verkauf an die Endkunden.

Mit dem Prototyp kann man Fehler, Schwachstellen, sowie ausbaufähige Funktionen aufdecken und dementsprechend verbessern. Mit dem Prototyp wird die Machbarkeit des Produktes oder der Erfindung getestet, es ist eine Schlüsseletappe bei einer Produktneuentwicklung.


"Rat für Formgebung"

Der Rat für Formgebung gehört zu den international führenden Kompetenzzentren für Design. Als Dienstleister der Wirtschaft bietet er ein einmaliges Forum für den branchenübergreifenden Wissenstransfer von Marken- und Designkompetenz. Der Rat für Formgebung feierte im Jahr 2013 seinen 60. Geburtstag. Seiner Gründung ging ein Beschluss des ersten Deutschen Bundestages voraus, der für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und die bestmögliche Qualität deutscher Erzeugnisse die Einrichtung eines solchen Gremiums forderte


"Recyclingdesign"

Beim Recyclingdesign kommen gebrauchte Materialien zum Einsatz, das wären zum Beispiel Altholz, Karton, PVC, Glas oder diverse recycelte Wertstoffe (LKW-Planen, Schallplatten usw.). Diese Wiederverwendung nennt sich auch Uprecycling, die Nachhaltigkeit steht hier im Vordergrund. Die  Umwelt wird geschont und der Lebenszyklus der verschiedenen Materialien verlängert sich. Mittlerweile gibt es sehr viele Recycling-Möbel, diese werden nicht nur als modern empfunden, sondern geben dem Käufer das Gefühl etwas für unsere Umwelt gemacht zu haben. Die sogenannten „ecomöbel“ kommen immer öfters vor und werden über neue Vertriebswege vermittelt. Paletten werden zu Gartenmöbeln, Sofas oder Betten, Obstkisten werden zu Tischen oder Sitzbänken verarbeitet und aus Styropor werden Sitzkissen gefertigt.


"red dot design award"

Der Red Dot Design Award ist ein vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen ausgeschriebener, international anerkannterDesignwettbewerb, bei dem der „Red Dot“, ein roter Punkt, verliehen wird. Der red dot designaward für Produkte besteht bereits seit 1954. Seine Auszeichnung, der "Red Dot", ist ein weltweit anerkanntes Qualitätssiegel. Die besten Produkte erhalten die Auszeichnung mit dem Red Dot: Best of the Best.


"Simplexity"

Simplexity ist eine Wortneuschöpfung aus zwei konträren Begriffen und zwar  „simplicity“ für Einfachheit und „complexity“ für Komplexität. Angewendet wird die Simplexity in verschieden Bereichen wie im Design, im Marketing, der Trendforschung und in der Mathematik. Im Design vereint die Simplexity den Einklang aus der Alltagskomplexität und den Anforderungen der persönlichen Zufriedenheit. Es werden simple Mittel eingesetzt um das Design und die Anwendungen auf den Punkt zu bringen und auf überflüssige Elemente verzichtet. Persönlichkeiten wie Peter Wippermann, Norbert Bolz und Ora-ito haben den Begriff geprägt.


"Streamline, die Stromlinienform"

Der Begriff Streamline bedeutet Stromlinienform und ist ca. 1920 entstanden. Der Ausdruck spielt in der Aerodynamik zur Entwicklung und Erforschung des Luftwiderstands eine große Rolle. Streamline wird  oftmals auch als ein Stilmittel für Produkte verwendet. Das Streamline-Design soll vor allem ein zukunftsorientiertes und dynamisches Design darstellen und wurde zu einem gern genutzten Stilmittel. Stromlinienförmig, kurvige Formen und ebenfalls eine lange horizontale Linienführung prägen das Streamline-Design. Oftmals wird es für die Fahrzeug Industrie verwendet, Autos, Motorräder und Flugzeuge werden mit der Streamline konzipiert.  Viele Designer orientierten und orientieren sich nach dem Stomlinien-Design, zum Beispiel Raymond Loewy, Marc Newson und Iosa Ghini.


"Styling"

Das Styling ist eine Verschönerung eines Produkts, um eine höhere Verkaufszahlen zu erzielen. Das Produkt wird beim Styling formalästhetisch Überarbeitet. Zusätzliche Funktionen werden hierbei nicht ausgeführt, sondern nur das Design verändert. Beim Produkt-Styling wird die Formsprache komplett geändert. Styling unterliegt einer Kritik, denn es gibt keine funktionale Notwendigkeit dafür und ist somit oberflächlich.


"Unikat (lat. unus einer, ein einziger; adj. unikal = einzigartig, einmalig)"

Ein Unikat ist ein Einzelstück, es zeigt sich einzigartig und ist oftmals handangefertigt. Im Modedesign sind Unikate Maßanfertigungen. Ein Unikat gibt es nur einmalig und es wird davon keine Serienproduktion, wie von einem Prototyp geben. Kopien gibt es von einem Unikat ebenfalls nicht. Gegensätze davon ist die Massenware und Duplikate.


"User experience"

Die Summe aller Sinneswahrnehmungen im Umgang mit einem Produkt, einer Steuerung, einer Umgebung oder Einrichtung. Die user experience, deutsch wörtlich: Nutzererfahrung, Nutzererlebnis oder Anwendererlebnis umschreibt alle Aspekte der Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einem Produkt oder einer Software.


"User interface design"

Unter User Interfacedesign versteht man die gestalterische und funktionale Entwicklung einer Benutzerschnittstelle. Diese Schnittstelle ist ein Bauteil oder eine Handlung, mit der ein Mensch mit einer Maschine oder einem Produkt in Kontakt tritt. Das einfachste Beispiel für User interface design ist der Lichtschalter: Er gehört weder zum Menschen, noch zur „Maschine“ (Leuchte), sondern ist die Schnittstelle zwischen beiden.

Damit eine Benutzerschnittstelle für den Menschen nutzbar und sinnvoll ist, muss sie auf seine Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasst sein. Systematisch betrachtet gehört die Benutzerschnittstelle zu den Mensch-Maschine-Systemen (MMS): Mensch ↔ Mensch-Maschine-Schnittstelle ↔ Maschine. Verschiedene Wissenschaften widmen sich dem Thema, etwa die Informatik, die Kognitionsforschung und die Psychologie.

Die Grundlagenkenntnisse für eine benutzerfreundliche Schnittstellen-Gestaltung werden im Design und in der Ergonomie erarbeitet. Die konkreten Tätigkeitsfelder sind hier Kognitive Ergonomie, Systemergonomie und Software-Ergonomie (usability engineering).


"VDID"

Der Verband deutscher Industriedesigner ist die größte berufsständische Vereinigung von Industriedesignern und sieht seine Rolle als Mittler zwischen Industrie und Design, ebenso wie zwischen Politik und Gesellschaft.


"zwomp"

zwomp ist ein online Magazin für Themenbereiche um Industriedesign. Zusätzlich liefert www.zwomp.de News aus der Bran­che und Arbei­ten des Desi­gn­nach­wuch­ses. Mit dem kla­ren the­ma­ti­schen Fokus auf Indus­trie­de­sign ist zwomp.de das ein­zige Medium die­ser Art im deutsch­spra­chi­gen Raum.