Gestalter mit Mut zur Vision

Kompetenz bis ins Detail

Die defortec GmbH ist ein innovatives Unternehmen für kundenspezifische Design- und Produktentwicklungen. Neben Produktdesign und dem Userinterfacedesign haben wir viel Erfahrung im Industriedesign von Investitionsgütern, der Designentwicklung von technischen Produkten. Vom Laborgerät bis zur Spritzgußmaschine - wir können Hightech.

Der Erfolg unserer Kunden und über 50 nationale und internationale Designpreise sind Beleg für die Qualität unserer Arbeit als renommiertes Designbüro aus Dettenhausen bei Tübingen. Dipl. Designer Stefan Grobe, geschäftsführender Gesellschafter von defortec ist Jury-Mitglied verschiedener internationaler Designpreise und Lehrbeauftrager für Produkt- und Industriedesign.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

 

Stefan Grobe im Interview

Warum es teuer ist, auf Design zu verzichten - acht Fragen, acht Antworten

defortec gestaltet nicht nur, das Team entwickelt zusammen mit seinen Kunden komplexe technische Produkte – und hat dabei immer seine Kunden, deren Kunden und die Innovation im Blick. Acht Antworten von Stefan Grobe, warum das Design von defortec mehr als nur Formenfreude ist.

 

Am 1. Mai 2011 haben Sie defortec gegründet – mit welchen Prämissen sind Sie damals gestartet?

Das war ein wichtiger Schritt damals. Es ging mir darum, ein professionelles Unternehmen aufzubauen, das sich international positioniert und als GmbH unabhängiger von mir als Person agieren kann. Ich glaube, dass wir dies auch dank frühzeitigen Investitionen in neue Prozesse und Techniken erreicht haben.

 

Haben sich diese Annahmen erfüllt?

Rückblickend war die Entscheidung genau richtig. In diesen zehn Jahren konnten wir unseren Kundenkreis kontinuierlich vergrößern. Dabei haben sich die Aufgaben stetig erweitert, heute

sind die Projekte deutlich komplexer und herausfordernder als in den Anfangsjahren. Wir haben heute Kunden in den USA und in Asien mit ganz neuen Anforderungen. Auf diese Weise erweitern unsere Fähigkeiten fortwährend, das ist sehr spannend und motivierend für uns alle hier. Das Team betreut die Projekte sehr selbstständig, arbeitet stets streng lösungs- und kundenorientiert. Wie gut, sieht man auch an den vielen Designpreisen, die inzwischen bei uns im Regal stehen.

Was hat sich in den zehn Jahren für Sie verändert?

Zunächst mal ist alles sehr viel digitaler geworden, um nicht zu sagen, durchdigitalisiert. Corona hat da nochmals einen Schub gegeben, gerade was Meetings betrifft. Wir haben gerade in den letzten Jahren sehr viel in neue Kompetenzen investiert, in den Prototypenbau, den 3D-Druck oder in VR-Technik, die uns beim Präsentieren und Entwerfen unterstützt. Insgesamt sehe ich das alles als große Chance, unsere Arbeit immer wieder zu optimieren.

 

Sind zehn Jahre ein Grund zum Feiern?

Natürlich! Wann, wenn nicht jetzt? Wir schauen ja zurück auf zehn tolle Jahre. Wir haben das Coronajahr 2020 fantastisch gemeistert, das Betriebsergebnis ist entgegen dem Branchentrend mehr als stabil geblieben, es entwickelt sich sogar positiv. Das liegt selbstverständlich auch am eingeschworenen Team, das toll zusammenhält und sich immer weiterentwickelt – was will man mehr! Und ja, wir werden feiern.

 

Nun zum Design - warum brauchen Hersteller technisch geprägter Produkte eigentlich Designer wie Ihr Team?

Das werden wir tatsächlich immer mal wieder gefragt. Im Grunde ist die Antwort einfach: Unternehmen können nur erfolgreich und innovativ sein, wenn sie sich verändern, also den Marktanforderungen stets ein Stück voraus sind.

„Unsere Stärke ist, Lösungen und Wissen aus einer Branche in eine andere zu transferieren, um dort Innovation auszulösen“

 

defortec ist eine Designagentur unter anderen – was unterscheidet Sie von diesen?
Wir konzentrieren uns auf sogenannte Investitionsgüter, also auf reine B2B-Produkte, aber wir folgen dabei keiner weiteren Spezialisierung. So gestalten wir von Medizinprodukten über Labortechnik oder Robotik bis zu industriellen Großanlagen quasi alles, was komplex ist. Daraus leiten wir auch unsere Stärke ab, nämlich Lösungen und Wissen aus einer Branche in eine andere zu transferieren, um dort Innovation auszulösen. Wir können dabei mit tiefen Kenntnissen bezüglich Werkstoffen und Fertigungsprozessen punkten. Das ist ein Erfahrungsschatz, den wir gezielt ausbauen und aktualisieren. In den 25 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich wohl über 200 unterschiedliche Projekte betreut, da kommt viel Knowhow zusammen. Und das zahlt sich besonders in Nischenprojekten aus, die oft ganz besondere Herausforderungen mit sich bringen. Aber genau die brauchen wir.

 

„Design ist für uns nicht nur Formfrage, sondern muss für den Kunden auch machbar sein“

 

Wie meinen Sie das?
Nun, wir lieben die Abwechslung. Mal arbeiten wir am Konzept eines Luftreinigers und dann an einem präklinischen Histamin-Test – das sind auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Dinge, aber sie ähneln sich in ihrer hohen Komplexität. Genau diese Verschiedenheit bei ähnlich spitzen Anforderungen macht den Reiz unserer Arbeit aus, das motiviert uns.

 

Welche Unternehmen sollten defortec auf dem Schirm haben?
Viele unserer Kunden sind mittelständische Unternehmen, hin und wieder Start-Ups, aber natürlich auch Großunternehmen. Wichtig ist nicht die Größe, sondern der Mut und der Wille des Unternehmens, sich und das Design verändern zu wollen. Je stärker dieser Wunsch ausgeprägt ist, umso besser für uns, für das Ergebnis und damit für das Unternehmen. Letztlich sind wir Dienstleister mit extremer Kundenorientierung. Das sagt zwar vermutlich jeder, aber wir hören sehr genau zu und wissen dann exakt, welche Möglichkeiten der Kunde hat, um Prozesse zu verändern oder neue zu implementieren. Denn Design ist nicht nur Formfrage, sondern muss für den Kunden auch machbar sein. Daher verstehen wir uns eigentlich

auch viel eher als Entwicklungspartner, der auch nach technologischen Optionen sucht, den Prototypenbau und auch den Serienstart betreut.

 

Wo im Unternehmen docken Sie als Partner idealerweise an?
Zunächst muss auf Führungsebene der Wille da sein, Design konsequent zu leben. Denn Design verändert neben den Produkten auch die Gesamtwahrnehmung eines Unternehmens. Design wird dann zu einem echten Unternehmens-Asset, vor allem in technologisch nivellierten Märkten. Ganz konkret entfaltet Design seine volle Wirkkraft, wenn Produktmanagement, Entwicklung und Geschäftsführung direkt in den Designprozess involviert sind. Bei der konkreten Designentwicklung arbeiten wir ganz eng mit dem Engineering des Kunden zusammen, es geht ja um ein Ziel, das wir nur gemeinsam erreichen können. Mitunter sind Ingenieure anfänglich zurückhaltend, das ändert sich aber dank unserer technischen Kompetenz immer sehr schnell und wir arbeiten dann auf Augenhöhe miteinander.

 

Wie läuft ein Entwicklungsprozess konkret ab?
Es gibt nicht den einen, immer gültigen Prozess. Denn die Aufgaben, Ziele und Produkte sind ganz unterschiedlich. Prinzipiell beginnen wir stets mit einem Kick-Off-Workshop, in dem wir nicht nur die Aufgabe definieren, sondern bereits erste Ideen und Impulse zum Design zeigen. Das motiviert und bildet eine visuelle Grundlage für das weitere Vorgehen. Danach startet die Vorentwicklung zur Klärung der Funktionalität, der Features, der Konfigurationen und der technischen Seite des Produktes sowie der Produktion. Erst im dritten Schritt geht es um das Designkonzept und Designvarianten. Am Schluss dieser Phase steht das Designfreeze und der Übergang in die Design-Detaillierung mit Prototyping, Testing, Verfeinerung.

 

Nun gibt es Design nicht umsonst. Treibt Design die Kosten einer Entwicklung?
Nein, im Gegenteil. Design ist eine Investition, die einen Asset für das Unternehmen über das Produkt hinaus erzeugt. Natürlich ist Design eine Entwicklungsleistung wie viele andere, die wir als externe Partner erbringen und daher kostenseitig sichtbar wird. Aber wenn Sie Design so verstehen wie wir es tun, nämlich als einen Prozess, der nach außen und auch nach innen wirkt, dann ist die Kosten-Nutzen-Relation immer positiv. Design entwickelt Strahlkraft, motiviert im Unternehmen, liefert Identifikationspunkte für Mitarbeiter*innen und Kunden. Sagen wir mal so: Teuer wird es, wenn man auf Design verzichtet.

Wir sind so etwas wie Impulsgeber, wir bringen frische Ideen und andere Blickweisen. Und wir betrachten Projekte vom Nutzer oder Endkunden her, destillieren den zentralen Use Case heraus – eigentlich eine klare Sache, aber viele Unternehmen denken zu sehr aus ihrer internen Perspektive.

 

Nun könnte man sagen, technische Produkte lassen sich kaum gestalten, weil sie primär funktional sein müssen.
Weit gefehlt. Auch Profi-Werkzeuge, um ein Beispiel zu nennen, gewinnen durch unsere Designentwicklung. Die Funktionalität ist das eine, es geht aber auch um die positive Gesamtwahrnehmung eines Produktes. Viele Tools und auch Maschinen sind gewachsen, durch wiederholte funktionale Iteration und Erweiterung geprägt, was zu Lasten der Usability, der Ergonomie, der Funktionaliät und auch der Herstellungs- und Betriebskosten führt. Vom visuellen Erscheinungsbild ganz abgesehen. Unser Design hinterfragt erst viel und schafft dann ein bewusstes, professionalisiertes Produkt.