macs software GmbH
Softwaretools für Nachhaltige Produktentwicklung
CO2 Bilanzierung und Berichtspflichten zur Lieferkette werden bis 2030 für die meisten Unternehmen verpflichtend sein.
Vorhaben wie der European Green Deal, entsprechende Pendants in der Gesetzgebung sind in China bereits verabschiedet und international in Ausarbeitung. So werden - neben einer veränderten Konsumentenerwartung - Reporting-Pflichten ökologischen Faktoren in der Produktentwicklung eine stärkere Rolle zukommen lassen.
Gemeinsam haben macs software GmbH und defortec das Konzept für eine Softwarelösung entwickelt, die den Faktor Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung objektiv bewertbar macht. Defortec war für User Interface Design, sowie für das UX- und UI-Konzept verantwortlich. Die Entwicklung läuft – mit dem Ziel, eine leistungsstarke und zukunftsorientierte Erweiterung in der macs Software darzustellen.
Ziel: Rundumlösung
Die sich aktuell in der Entwicklung befindliche Software soll zwei Dinge können: Zum einen die Unternehmen bei Ihren Reportingpflichten unterstützen, zum anderen Nachhaltigkeitsfaktoren sachlich und objektiv bewertbar in die Produktentwicklung einbinden.
Das Softwarekonzept setzt auf der Controlling Software von macs an und kann Aufgrund der umfangreichen Controlling-Daten bereits auf Stücklisten, Arbeitspläne, Lieferanten- und Kundenbeziehungen zurückgreifen. Dies bietet die perfekte Grundlage, um datengestützte Auswertungen - ergänzt durch CO2e und weitere Emissionsdaten – auch für Nachhaltigkeitsfaktoren vollziehen zu können.
So wird die Software zum einen bei den Reportingpflichten unterstützen können, und zum anderen in der Produktentwicklung durch Szenarioplanung und Variantenbildung. Ein einfaches, intuitives Interface legt die Grundlage für eine kontinuierliche Verwendung dieser innovativen Anwendung.
Umfangreicher Research
Ein umfassender Research-Prozess bildete das Fundament für das Software-Konzept und die daraus abgeleitete Interface und Software Struktur. Dabei erfolgte eine systematische Analyse sowohl der sich im Projektverlauf kontinuierlich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen als auch von qualitativen und quantitativen Interviews mit relevanten Stakeholdern, potenziellen und tatsächlichen Kunden.
Die sehr unterschiedliche Datenverfügbarkeit von Nachhaltigkeitsfaktoren wie CO2e, CO2 Emissionsdaten, Wasser- und Stromverbräuchen in Unternehmen und Datenbanken legte den Grundstein für die Konzeption. Während einige Nachhaltigkeitsfaktoren teilweise weder digital vorliegen, noch automatisiert übermittelt werden, ist die Datengranularität und -qualität in den zur Verfügung stehenden Datenbanken höchst divergent.
Die Research-Phase förderte zudem wichtige Erkenntnisse zu den potenziellen Nutzergruppen zutage. Während Nachhaltigkeitsreporting und ESG Berichterstattung in vielen Unternehmen höchst unterschiedlich abgebildet werden soll, meist allerdings eine Verbindung zum Controlling besteht, wird die Variantenbildung und Nachhaltigkeitsoptimierung in der Produktentwicklung von den dort eingebundenen Personen durchgeführt werden. Die Datenbasis müssen Facility- oder Nachhaltigkeitsbeauftragte teils noch manuell erfassen, wenn entsprechende Größen weder in Datenbanken noch in Datenstämmen des Unternehmens vorliegen.
Nutzergruppen
Aus dieser Analyse ergibt sich eine klare Zieldefinition:
Die Softwarelösung soll für drei unterschiedliche Zielgruppen drei unterschiedliche Zwecke erfüllen. Diese drei Module setzen an unterschiedlichen Stadien des Produktes an und weisen unterschiedlich komplexe Interfaces auf. Sie bedienen bzw. speisen alle die gleiche Datengrundlage.
Light: Für Facility- oder Nachhaltigkeitsbeauftragte zum digitalen Erfassen der aktuellen Datenlage.
Tool: Das Entwickler-Tool für Konstrukteure, Entwickler, Designer. Eine gewisse Datenaffinität ist gegeben, allerdings sollte das Tool möglichst übersichtlich und intuitiv sein.
Pro: Die Lösung für Controlling und Nachhaltigkeitsbeauftragte zum Erstellen von Reportings und Berichten. Die User sind komplexe Zahlen und umfangreiche Listen gewöhnt.
Interface-Struktur und Interface Design
Die Konzipierung der Software- und UX-Struktur (User Experience) erfolgte im Anschluss. Dabei stand von Beginn an die unterschiedlichen Anforderungen und Erfahrungen der relevanten Nutzergruppen im Mittelpunkt. Die drei Software-Ableger wurden so gestaltet, dass sie schnell Orientierung bieten und sowohl im UX als auch im UI (User Interface) an die Softwareoberflächen im Alltag der User erinnern. Die ersten Konzepte wurden über schnelle Wireframe Modelle evaluiert.
Die Light-Lösung wurde für User entwickelt, deren Softwareerfahrung meistens an Smartphones und Tablets stattfindet. Eine einfache und unidirektionale Benutzeroberfläche führt den User klar und schnell durch die zu erfassenden Werte. Die Übermittlung der Werte an den unternehmenseigenen Server und somit zum Hinterlegen in Stammdaten und Verbrauchswerten wird als deutliches User-Feedback am Screen zurückgemeldet.
Die Tool-Lösung ist für technisch affine User gestaltet. Sie verbringen viel Zeit am Bildschirm bei Konzeption, Planung, Detaillierung und Konstruktion – dabei soll eine weitere Software nicht zu sehr vom eigentlichen Arbeitsgeschehen ablenken. Das Interface ist im Rahmen seiner Komplexität, das es abbilden kann, möglichst schlank und einfach gehalten. Szenarien lassen sich einfach aus bestehenden Stücklisten bilden und anschließend grafisch hinsichtlich verschiedenster Faktoren miteinander vergleichen. Die klare Trennung zwischen dem Datenbestand – schwarz hinterlegt – und dem gebildeten Szenario – weiß hinterlegt, sorgt immer für den nötigen Überblick.
Die Pro-Lösung hat Controller und Nachhaltigkeitsbeauftragte im Blick. Komplexe Listenstrukturen und Datenzusammenhänge ist diese Nutzergruppe von GUIs (Graphical User Interfaces) in Ihrem Alltag gewohnt. Anspruchsvolle Filterfunktionen und ein schneller Überblick der angewählten Variante zeichnen die Softwareoberfläche der Controlling-Software aus.
Das Softwarekonzept befindet sich aktuell in der Entwicklung und ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht erhältlich.