Geringe Ökobilanz durch Maschinenverkleidung mit Metallgewebe

Nachhaltigkeit für Investitionsgüter?

Wir haben einige Untersuchungen durchgeführt: Samuel Joas, der seinen Bachelor-Abschluss in Zusammenarbeit mit defortec absolvierte, hat sich eingehend mit den Möglichkeiten befasst.

 

August 2025

Generell gilt: Investitionsgüter haben aufgrund ihrer hervorragenden Wartungsfreundlichkeit, langen Lebensdauer und ihrer recycelbaren Materialien (Stahl, Aluminium ...) mit hohem tatsächlichem Recycling-Anteil eine gute Ökobilanz. Eine Betriebsdauer von 10 bis 15 Jahren ist für Investitionsgüter nichts besonderes. Wir haben sogar Maschinen gesehen, die fast 100 Jahre alt sind und dank Upgrades wie modernster Sensortechnologie und effizienten Antriebssystemen noch immer zuverlässig ihren Dienst tun.

Aber was kann darüber hinaus noch getan werden?
Der Fokus lag auf dem, was im Einflussbereich eines Industriedesigners liegt:

  • Materialreduktion (weniger Materialverbrauch, weniger Transportaufwand aufgrund des geringeren Gewichts)
  • Reduktion der mechanischen Teile im Gehäuse: Durch die flexible Außenhülle können einfachere Mechanismen verwendet werden (Das ist gut für die Umwelt und die Kostenbilanz)
  • Weniger Farbe, was das Recycling von Metallteilen noch einfacher und weniger giftig macht
  • Reduktion der Touch-Displays: Eine reduzierte Anzahl wirklich notwendiger Hardware-Buttons – aufgrund von Funktionalität und Sicherheit – verbleibt an der Maschine, während ein drahtloses Touchpanel, auf dem der Bediener Einstellungen vornehmen und grundlegend anspruchsvollere Eingriffe vollziehen kann, die Anzahl der im Fertigungsbereich verwendeten Bildschirme reduziert.

Das Ergebnis ist eine Fallstudie einer Spritzgießmaschine, die vollständig mit zwei Arten von Metallgewebe gehüllt ist. Beide sind widerstandsfähig gegen mechanische Einwirkungen wie Schnitte oder herumfliegende Objekte und bieten gleichzeitig Einblick in den Prozessbereich.
Das gewebte Metallgitter eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Formgebung von Industriemaschinen und reduziert gleichzeitig Spaltmaße, Gewicht und CO₂-Bilanz.

Die möglichen Einsparungen beim Maschinengehäuse sind enorm:
-43 % CO₂e-Emissionen (-705 kg CO₂e) und
-57 % Gewicht (-188 kg)!


Massive Einsparungen sind möglich


Das Modell der Fallstudie


Angelo Schulz (GF defortec) und Samuel Joas (v.l.n.r.) an der Semesterausstellung der HfG Schwäbisch Gmünd

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