defortec konzentrierte sich auf die Aspekte rund um das Industrial Design, also um Ergonomie, Werkstoffe, Aspekte der Produktion und die Gestaltung. Das Single-Use-Produkt soll im Spritzgussverfahren mit biologisch abbaubaren Kunststoffen hergestellt werden. Das über zweijährige Projekt erwies sich als ausgesprochen komplex – wegen des neuen Testverfahrens, aber auch wegen des Anspruches der Miniaturisierung, der Massenproduktionsfähigkeit und der Möglichkeit, sowohl flüssige wie feste Lebensmittel zu prüfen.
Design Thinking zum Start
Beim Projektstart lud defortec alle Projektpartner zum Design Thinking Workshop, der zunächst die Zielgruppe, deren Erwartungen sowie den Use Case definierte. Die konkrete Entwicklung umfasste aufwendige Versuchsreihen, vor allem unter funktionalen und ergonomischen Gesichtspunkten. Aus den CAD-Entwürfen generierte man per 3D-Druck immer wieder neue Funktionsmodelle, perfektionierte die Nutzung und die Miniaturisierung – schließlich soll das Endprodukt in etwa die Größe eines Insulinpens haben.
Usability im Fokus
Das zum vorläufigen Projektabschluss vorliegende Produktkonzept basiert auf einem schlanken Zylinder, an dessen Spitze die festen oder flüssigen Proben entnommen werden. Das Ergebnis wird nur Minuten später auf dem integrierten Teststreifen optisch ausgegeben. Der von defortec konzipierte Prototyp ist sehr ausdetailliert und bereits für die Massenproduktion per Spritzguss optimiert. Der Produktionsstart allerdings steht noch nicht fest, momentan arbeitet man am NMI an der praktischen Felderprobung des Verfahrens.
Wann der Histamin-Schnelltest als alltagstaugliches Produkt zu haben sein wird, ist derzeit nicht absehbar.